vom 26.08.2005:

TSV BURGDORF FEIERT EINEN ABEND FÜR DIE EWIGKEIT

Fast 600 Zuschauer sehen 2:5-Niederlage Deutschlands gegen starke Dänen

Mit 2:5 verlor die deutsche U19-Nationalmannschaft ihr Badminton-Freundschaftsspiel gegen Europameister Dänemark am Donnerstagabend in Burgdorf. Fast 600 frenetische Zuschauer sahen einen offenen Schlagabtausch der beiden seit Jahren besten Nachwuchsteams des Kontinents. Die mitausrichtende TSV Burgdorf war begeistert von der tollen Atmosphäre und wird noch lange an diesen für sie historischen Abend zurückdenken.zurückdenken.

Sichtlich angespannt verbrachten die Verantwortlichen der TSV Burgdorf die letzten Minuten vor dem großen Auftritt im Innenraum der Gymnasiumsporthalle und warteten darauf, dass es endlich 19 Uhr schlägt. Als dann die Musik einsetzte und Moderator Heinz Bußmann das Publikum erfolgreich aufpeitschte, wehte ein Hauch von großem internationalen Flair durch die Halle. Die Nervosität der Auestädter, die teilweise bereits seit 9 Uhr morgens mit den Aufbauarbeiten beschäftigt waren, wich einem gewissen Gänsehautgefühl – spätestens als nach den Grußworten des stellvertretenden Bürgermeisters Karl Ludwig Schrader und des 1.Vorsitzenden der TSV-Badmintonabteilung Christoph Hundt die Nationalhymnen ertönten.

Tags zuvor trafen beide Nationalmannschaften bereits in Schleswig freundschaftlich aufeinander. Trotz guter Leistungen unterlagen die Deutschen gleich mit 0:7. Da war also noch eine Rechnung offen. Ein ganz besonderer Tag war der Abend in Burgdorf zudem für Hannes Roffmann vom gar nicht weit entfernten BV Gifhorn. Er feierte seinen 18. Geburtstag und wurde von der eigens angereisten großen Schar Gifhorner Fans regelrecht von Punkt zu Punkt getragen.

Den Auftakt auf den beiden Feldern machten das Dameneinzel Mona Reich gegen Marie Roepke und das Mixed Janet Köhler/Hannes Roffmann gegen Line Kruse/Mads Colding. Die Augen richteten sich zunächst natürlich auf das Geburtstagskind und seine Spielpartnerin. Nach einem nervösen Auftakt ging der 1.Satz schnell mit 12:21 verloren. Dann rafften sich die beiden Deutschen aber untertosendem Beifall auf und erspielten sich einen Punkt nach dem anderen. Nach einigen hochklassigen und dramatischen Ballwechseln holten sie sich dann auch den 2.Satz mit 21:11. Jetzt wollten sie es wissen. Es entwickelte sich ein wahrer Krimi und der Entscheidungssatz befand sich bis zum Schluss auf des Messers Schneide. Doch anders als einen Tag zuvor in Schleswig entschied das Heimdoppel heute einige Big Points für sich und so riss es das Publikum von den Sitzen, als Hannes Roffmann und Janet Köhler ihren Matchball zum 21:19 im 3.Satz verwandelten – 1:0 für Deutschland! Mona Reich indes lieferte ebenfalls eine tolle Partie ab und gewann den 1.Satz mit 21:17. Ihre dänische Kontrahentin Marie Roepke drehte dann aber mächtig auf und entschied den Folgesatz mit 21:15 für sich. Wieder musste also der 3.Satz entscheiden. Wie schon im Mixed blieb es auch hier bis zum Ende spannend. Erst beim Stande von 21:20 hatte Reich Matchball. Den ließ sie sich nicht mehr nehmen, Deutschland zog auf 2:0 davon.

Die anschließenden Herreneinzel von Lukas Schmidt und Daniel Benz allerdings gingen jeweils verdient in zwei Sätzen an die Dänen. Zu stark war der Europameister und zuviel Respekt hatten die Deutschen bisweilen. Als dann Eva Mayer auch ihr Dameneinzel gegen Karina Joergensen in zwei knappen Sätzen mit 17:21 und 18:21 verlor, wendete sich das Blatt doch noch zugunsten des dänischen Teams. Mona Reich und Janet Köhler konnten sich trotz eines 21:19 im ersten Satz am ende nicht durchsetzen und unterlagen noch mit 13:21 und 9:21. Den Schlusspunkt setze noch einmal das Geburtstagskind. Hannes Roffmann trat an der Seite von Lukas Schmidt im Herrendoppel an, doch die beiden hatten bei ihrer Zweisatzniederlage letztlich keine reelle Chance. Mit 2:5 verlor die deutsche Nationalmannschaft am Ende gegen Dänemark.

Für die einen war es eine Niederlage, aus der sicherlich viele wichtige Erfahrungen mitgenommen werden können. Für die anderen – die TSV – war es ein Abend von historischer Bedeutung. Ein Länderspiel nach Burgdorf zu holen, das war die Erfüllung eines Traumes. Die Auestädter werden noch lange an diesen Tag zurückdenken. Der Vorstand möchte sich noch einmal bei allen Helferinnen und Helfern und den Sponsoren dafür bedanken, dass sie dieses Event möglich gemacht haben.